Dinkel-Vollkornbrot mit Körnern und Gewürzen

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Meine Mama, stets um eine beste Ernährung für mich bemüht, hat seit meiner Kindheit ein besonderes Schmuckstück in ihrer Küche stehen: eine echte Osttiroler Getreidemühle aus Erlenholz. Die Mühle macht beim Mahlen des Getreides ein ohrenbetäubendes Geräusch, aber es ist faszinierend, wenn man den Deckel hebt und den Körnern zusehen kann, wie sie am Granit-Mühlstein zu feinem Mehl oder grobem Schrott, je nachdem, wie man die Mühle eingestellt hat, vermahlt werden.

Gesund ist´s, wenn man Flocken frisch quetscht oder Getreide frisch und vollwertig mahlt. Schließlich gehen die wertvollen Vitalstoffe des Getreides verloren, je länger man gemahlenes Mehl lagert. Und vom Geschmack ist nicht zu sprechen, wenn man Mehl frischt mahlt. Brot und Gebäck erhält einen unvorstellbar vollen Geschmack, wenn es mit frisch gemahlenem Mehl gebacken wurde.

Leider ist eine eigene Getreidemühle auch ein relativ teurer Spaß. Aber es gibt auch Alternativen, wie zum Beispiel Getreidemühlen, die man in Biogeschäften nützen kann, oder man achtet bei gekauftem, fertig gemahlenem Mehl auf eine etwas bessere Qualität.

Natürlich kommt überkommt mich gelegentlich ein „Handsemmel mit Butter und Marmelade“-Gusto, aber eigentlich esse ich Vollkornbrot am liebsten, denn es ist gesünder und hält vor allem ewig satt. Dinkel ist dabei mein Favorit, denn er enthält mehr Vitalstoffe und ist leichter verträglich als andere Getreidesorten, allen voran Weizen.

Mein Dinkelvollkornbrot aus der Kastenform geht Germ-sei-Dank recht schnell und schon bald kann man sein selbstgebackenes Vollkornbrot genießen. Da für das Brot frischer Germ verwendet wird, müssen alle Zutaten und verwendeten Küchengeräte auf Zimmertemperatur temperiert sein. Das ist besonders wichtig, da sonst die Bakterien im Germ zerstört werden und der Teig nicht aufgehen kann. Im Übrigen sterben die Bakterien auch ab, wenn mit zu hohen Temperaturen gearbeitet wird. Ein bisschen Vorsicht ist daher  beim Backen mit Germ geboten.

Ist das Brot fertig gebacken, einfach etwas Butter und frisch geschnittenen Schnittlauch oder selbst gemachte Marmelade darauf streichen und schon man ist der glücklichste Mensch auf Erden. So schnell geht das.

Alles Liebe,
Verena

brot

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Dinkel-Vollkornbrot mit Körnern und Gewürzen

ca. 2 1/2 Stunden

Zutaten für eine Kastenform

1 Germwürfel (ca. 40 g)

150 g Körner (Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Leinsamen)

2 TL Salz

1/2 kg Dinkelvollkornmehl (alternativ Weizenvollkornmehl)

ca. 450 ml lauwarmes Wasser

1,5 TL Fenchelsamen

1,5 TL gemahlener Koriander

1,5 TL ganzer Kümmel

optional: Anissamen

etwas Butter oder Öl zum Fetten der Kastenform

Zubereitung

Alle Zutaten und Küchenutensilien vor der Verarbeitung auf einer Ablagefläche in der Küche bereitstellen, damit diese auf Zimmertemperatur temperiert werden. Dieser Schritt ist wichtig, um die Bakterien im Germ nicht zu zerstören.

In einer Schüssel den Germ in lauwarmen (vorsicht nicht zu heiß!) Wasser auflösen. Das Salz und das Mehl dazumengen und mit den Knethaken des Mixers kneten. Wenn der Teig glänzend und geschmeidig ist, mit einem Geschirrtuch abdecken und an einem warmen Ort 45 Minuten rasten lassen. Währenddessen sollte der Teig das doppelte Volumen annehmen.

Nach der Ruhezeit den Teig nochmals mit den Körnern und den Gewürzen durchkneten und in eine eingefettete Kastenform füllen. Mit einigen Körnern bestreuen und nochmals zugedeckt 15 Minuten rasten lassen.

Das Backrohr auf 200 Grad Ober/Unterhitze vorheizen, die Kastenform nach der Ruhezeit in das Rohr stellen und rund 60 Minuten backen. Nach der Backzeit mit einem Holzspieß in das Brot hineinstechen. Wenn Teig daran klebt noch einige Minuten nachbacken.

Das Brot aus der Kastenform geben und an die Unterseite Laibes klopfen. Wenn das Brot hohl klingt ist es auch innen gebacken.

Auskühlen lassen und genießen!

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