Maroniparfait auf Feigencarpaccio

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In meiner Tiroler Kindheit standen im Herbst des Öfteren sonntägliche Ausflüge nach Südtirol am Programm. Schließlich ists von Innsbruck ins Südtirolerische nicht allzu weit und die Fahrt lohnte sich schon allein wegen des Kaffees und Eis, das bereits nach der Grenze gefühlt um Welten besser schmeckte.

Törggelen hat im herbstlichen Südtirol lange Tradition und wird gar als „Fünfte Jahreszeit“ gesehen. Früher richtete der Winzer für seine Erntehelfer nach der Weinlese eine deftige gemeinsame Mahlzeit aus. Heute wird die Tradition weitergeführt, Buschenschänke und Gasthöfe öffnen ihre Pforten und kredenzen ihren Gästen Südtiroler Schlachtplatten, Speck, Krapfen, ein Glaserl „nuien“ also jungen Wein – und Maroni, die die (Süd-) Tiroler als „Keschtn“ bezeichnen.

Zwar lebe ich bekannterweise längst nicht mehr in Tirol. Und 500 Kilometer weiter östlich gestaltet sich der sonntägliche Ausflug nach Südtirol schwierig. Aber eines ist geblieben: die Liebe zu Maroni. Natürlich schmecken Maroni ganz klassisch im Ofen gebraten köstlich. Und im grausig kalten Herbst und Winter bewirkt ein Stanitzel vom Maronibräter wahre Wunder. Doch nicht nur gebraten – der kulinarische Einsatz von Maroni kann ausgesprochen vielseitig sein, wie etwa im Rotkraut zum Martinigansl oder im Kuchen.

Maroniparfait ist ein ausgesprochen edles Dessert und bestens geeignet für Gäste. Cremig, leicht nussig und in Kombination mit den fein aufgeschnittenen frischen Feigen unschlagbar leicht. Und das Beste: ihr braucht für das Maronieis keine Eismaschine.

Das feine Aroma des Maroniparfaits entwickelt sich erst, wenn das Eis ein wenig angetaut ist. Nicht umsonst wird Parfait auch als Halbgefrorenes bezeichnet. Einfach 20-30 Minuten vor dem Servieren im Kühlschrank auftauen oder einige Minuten in der Küche stehen lassen.

Lasst es euch schmecken!

Liebe Grüße,

Verena

maroniparfait_feigen
Foto: Verena Madlberger-Kleinschmid

Cremiges Maroniparfait auf Feigencarpaccio

(ca. 20 Minuten ohne Kühlzeit)

Zutaten für 1 Kastenform

1 Ei

1 Dotter

ca. 40 g Staubzucker (je nachdem wie süß man das Parfait mag)

150 g Maronipüree

1 Schuss Rum (für die kindertaugliche Eisversion einfach Rumaroma verwenden)

einen kleinen Schuss Milch

1 Packerl Vanillezucker

1/4 Liter Schlagobers

frische Feigen

Zubereitung

Das Maronipüree mit einem Schuss Milch, dem Rum und dem Vanillezucker glattrühren.

Ei, Dotter und Zucker in einer Schüssel über Wasserdampf mit dem Handmixer so lange schaumig rühren, bis sich eine weiße Creme bildet. VORSICHT! Die Eimasse darf nicht zu heiß werden, sonst gerinnt das Ei. Vom Herd nehmen und auskühlen lassen.

Das Schlagobers steif schlagen.

Das Maronipüree und das geschlagene Obers vorsichtig unter die Eimasse heben und in eine eingeölte und mit Klarsichtfolie ausgelegte Kastenform füllen. Mit Folie abdecken und im Gefrierfach durchfrieren lassen.

Vor dem Servieren ein paar Minuten aus dem Gefrierfach nehmen und antauen lassen.

Die Feigen vom Strunk befreien und in hauchdünne Scheiben schneiden. Auf einem Dessertteller drapieren. Das Parfait in Scheiben schneiden, auf das Feigencarpaccio setzen und genießen.

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