Tiroler Kiachl

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In der Vorweihnachtszeit warten Tirols Christkindlmärkte mit einer ganz besonders köstlichen Spezialität auf: Tiroler Kiachl. Traditionell werden die goldgelb gebackenen Germteig-Kiachl in Tirol entweder mit eingebrannten Sauerkraut oder mit Preiselbeer-Marmelade gefüllt. Wobei man hier die Qual der Wahl hat und sich nicht entscheiden kann und mag welche Variante köstlicher ist.

Kiachl, die man in anderen Teilen Österreichs als Bauernkrapfen oder als Auszogene kennt, zählen zu meinen absoluten Leibspeisen. Umso schöner ist es, dass Kiachl in Tirol nicht nur auf den Christkindlmärkten verkauft werden. Auch an Kirtagen, bei Almabtrieben…es gibt glücklicherweise viele Möglichkeiten um die köstlichen Krapfen kosten zu dürfen.

Wenn ich in Tirol zu Besuch bin, fragt mich, verwöhntes Enkerl wie ich bin, meine Oma – die grundsätzlich fürchtet, dass ich in Wien verhungere – stets, was ich denn gerne essen würde. Einmal mehr eine gute Gelegenheit mit meiner Oma gemeinsam zu kochen und die alte Tradition des Kiachl machens zu erlernen. Gemeinsam kochen macht einfach viel mehr Spaß.

Für euch habe ich mich zum allerersten Mal ganz alleine an Kiachl rangetraut – und, ich muss gestehen, ich bin ein kleines bisschen stolz auf mich. Außen goldgelb gebraten, innen flaumig und – das ist besonders wichtig – in der Mitte muss eine helle Mulde sein, damit die Fülle nicht runter rinnt.

Die besten Kiachl gibts trotzdem bei meiner Oma, das liegt vermutlich daran, das sie die Köstlichkeit mit besonders viel Liebe zubereitet und schon seit sehr vielen Jahren die ganze Familie damit verköstigt. Aber mit meinem Kiachl-Rezept kann ich einerseits beginnen zu üben, damit ich auch irgendwann meine gesamte Familie mit Kiachln versorgen kann und die Zeit, bis ich beim nächsten Mal gemeinsam mit meiner Oma koche, kann ich auch ein bisschen überbrücken.

In diesem Sinne wünsche ich euch gutes Gelingen und eine wunderschöne Vorweihnachtszeit mit ganz vielen köstlichen Tiroler Kiachln.

Alles Liebe,

Verena

Fotos: Verena Madlberger-Kleinschmid

Tiroler Kiachl

(ca. 1,5 – 2 Stunden inkl. Ruhezeit)

Zutaten für ca. 10 Kiachl

1/2 Kilogramm Weizenmehl

1/2 Würfel Germ

2 Eier

30 Gramm Butter

1/4 Liter lauwarme Milch

1 Prise Salz

ein Schuss Rum

Ausreichend Butterschmalz oder neutrales Pflanzenöl zum Rausbacken

eingebranntes Sauerkraut und/oder Preiselbeer-Marmelade zum Füllen

Zubereitung

Das Mehl und das Salz in einer großen Germschüssel mischen. Den Germ hineinbröckeln. Die Butter gemeinsam mit der Milch vorsichtig in einem Topf am Herd erwärmen. Wichtig ist, dass die Butter-Milch-Mischung nicht zu heiß wird. Hält man einen Finger in die Milch hinein muss es lauwarm sein.

Die lauwarme Butter-Milch-Mischung gemeinsam mit dem Rum zum Mehl in die Germschüssel geben und mit den Teigschlägern des Handmixers gut durchschlagen.

Den Germteig an einem warmen Ort ca. 1/2 Stunde gehen lassen. Die Teig-Menge sollte sich in etwa Verdoppeln. Um sicher zu gehen kann man die Schüssel mit dem Teig in eine zweite Schüssel mit etwas warmen Wasser hinein stellen.

Nach der Ruhezeit mit einem Löffel gleichgroße Teigstücke abstechen und zu Kugeln formen. Die Teigkugeln auf einem bemehlten Nudelbrett zugedeckt nochmals ca. 15 Minuten an einem warmen Ort rasten lassen.

Das Butterschmalz oder das Pflanzenöl in einer Pfanne erhitzen. Das Fett darf nicht zu heiß sein, sonst können die Kiachl schnell verbrennen.

Die Teiglinge etwas flach drücken und von der Mitte aus mit den Daumen ausziehen, so dass der Kiachl in der Mitte dünn und am Rand dick ist.

Im Fett beidseitig goldgelb rausbacken, nach Belieben füllen und genießen.

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2 Kommentare auch kommentieren

  1. honigperle sagt:

    Das Rezept klingt super lecker – wenn es auch nicht ganz die leichte Küche ist! Habs mir bereits ausgedruckt – wird demnächst mal ausprobiert! glg Melanie – http://www.honigperlen.at

    1. Liebe Melanie, schön, dass dir mein Rezept für Tiroler Kiachl gefällt. Kiachl gehören zu meinen absoluten Leibspeisen. Du hast natürlich recht, für die schlanke Linie sind die Krapferln nicht 🙂
      Gutes Gelingen wünsch ich dir beim Nachkochen.
      Liebe Grüße, Verena

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