Bärlauch pflücken im Wiener Wald inkl. Rezept für eine Bärlauchsuppe

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Viel zu lange hat es gedauert, bis der Frühling ins Land einzieht. Kaum zeigt sich zum ersten Mal die Frühlingssonne, stehe ich schon in den Startlöchern, um Bärlauch zu sammeln.

Schließlich bin ich als große Bärlauch-Liebhaberin bekannt und kann es kaum erwarten, bis sich der Wald in feinen Knoblauch-Geruch hüllt und der Waldboden mit grünen Blättern übersät ist. Und das Beste: spaziert man durch den Wald bekommt man bei diesem Geruch und dem Anblick der jungen Triebe Hunger und überlegt sich, während man das Stoffsackerl mit Bärlauch füllt, was man aus den Köstlichkeiten zuerst zaubern möchte.

In Wiens Umgebung finden sich viele waldreiche, feucht-schattige Plätze, wo man Bärlauch pflücken kann: in den Donau Auen, im Prater, auf den Steinhofgründen – und im Wiener Wald.

Daher hieß es vergangenes Wochenende: Wanderschuhe anziehen, Stoffsackerl zum Pflücken und Kamera einstecken und loswandern. Einfach schön, wenn der Frühling ins Land einkehrt.

Frühlingssonne im Wiener Wald
Krokusse in der Nähe vom „Häuserl am Stoan“
Die Knospen sprießen

 

Und kaum losgewandert, wurde der Waldboden von saftigem Grün überseht und ein feiner Knoblauch Geruch lag in der Luft. Allzu stark war der Geruch noch nicht, die Bärlauch-Triebe waren ja auch noch sehr jung. Aber die jungen Blätter schmecken besonders fein, schließlich steckt in ihnen das ganze Aroma.

Die jungen Blätter schmecken besonders zart

So herrlich Bärlauch schmeckt, natürlich muss man gut aufpassen, die Blätter mit keinen Maiglöckchen oder gar Herbstzeitlosen zu verwechseln. Insbesondere eine Verwechslung mit Herbstzeitlosen kann böse enden. Lisa von „Experiment Selbstversorgung“ hat Bärlauch mit Maiglöckchen und Herbstzeitlosen direkt verglichen und zeigt mit ihren Fotos besonders schön die typischen Mermale auf. Hier könnt ihr euch umsehen, um Verwechslungen zu vermeiden.

Bärlauch erkennt man am besten am Knoblauch-Geruch, also am besten zwischen den Fingern zerreiben oder Blätter knicken und riechen.

Bärlauch lässt sich ähnlich wie Spinat verwenden. Köstlich schmeckt Bärlauch zB. als Bärlauch-Pesto (dazu einfach frischen Bärlauch, geröstete Pinienkerne, Parmesan, Salz, Pfeffer und Olivenöl zu einer feinen Paste mixen), gemeinsam mit Kartoffeln als Auslauf (schichten und mit Käse gratinieren), oder als Bärlauch-Topfen Aufstrich (gehackten, frischen Bärlauch unter cremigen Topfen rühren und würzen). Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Mein liebstes Gericht ist Bärlauchcremesuppe. Da kommt der Geschmack des Bärlauchs herrlich zur Geltung. Und das Beste: Bärlauchcremesuppe ist ruck zuck ganz einfach gemacht. Das Rezept möchte ich euch nicht vorenthalten.

Viel Spaß beim Bärlauch Sammeln!

Alles Liebe,

Verena

Bärlauchcremesuppe

(ca. 10 Minuten)

Zutaten für 2 Personen

2 Schalotten

ca. 300 g jungen Bärlauch

ein Becher Schlagobers

Gemüsefond

etwas Butter

etwas geriebene Muskatnuss

Salz und weißen Pfeffer

Zubereitung

Die Schalotten fein würfeln und in Butter glasig dünsten. Währenddessen den Bärlauch klein schneiden und kurz mit den Zwiebeln mitdünsten, bis er etwas in sich zusammen fällt. Mit soviel Gemüsefond aufgießen, bis der Bärlauch mit Flüssigkeit bedeckt ist und kurz aufkochen lassen.

Mit dem Pürierstab fein cremig mixen.

Die Hälfte des Schlagobers halbsteif schlagen.

Das restliche Schlagobers zur pürierten Suppe gießen, nochmals aufkochen lassen und nochmals durchmixen, bis sich ein Schaum bildet.

Abschließend mit Salz, Pfeffer und geriebener Muskatnuss würzen.

Mit halbsteif geschlagenem Schlagobers garnieren.

 

 

 

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