Veilchensirup

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Der Frühling hat endgültig Einzug gehalten im Land. Die Bäume blühen, die Tage werden länger und die Landschaft grüner. Und violetter. Kleine, violette Tupfen im frischen, grünen Gras. Veilchen sind eine der erste Frühlingsboten. Hübsche Blüten, die betörend duften und sich hervorragend in der Küche verwenden lassen.

So ein sonntäglicher Spaziergang in den Prater eignet sich hervorragend, um die lila Blüten zu sammeln und Köstlichkeiten daraus zu zaubern. Zugegeben. Es hat schon ein bisschen gedauert, bis das Sackerl voll gefüllt war, schließlich sind die Blüten kaum größer als ein Zentimeter. Aber erstens zieht es mich im Frühling ins Freie um die warme Sonne zu genießen und außerdem lohnt sich die Mühe allemal. Zu köstlich ist das Endergebnis. Aber einige Zeit später ist das Sackerl mit wunderhübschen kleinen Blüten gefüllt und mich umhüllt ein betörender Veilchen-Duft.

Die Veilchen müssen entstielt werden, denn wertvoll sind freilich nur die duftenden Blüten.

Kandierte Veilchen könnte man zum Beispiel aus ihnen machen. Die kandierten Veilchen von der K. und K. Hofbäckerei Demel wusste ja schon Kaiserin Sissi zu schätzen. Man kann sie aber auch ganz einfach selbst machen. Einfach einen dickflüssigen Zuckersirup einkochen lassen, die Blüten damit benetzen und trocknen lassen. Veilchengelee oder -likör könnte man auch aus den Duftveilchen machen. Einen Salat kann man auch mit Veilchen aufpeppen.

Ich habe mich für Veilchensirup entschieden. Der lässt sich wunderbar vielseitig einsetzen, zum Beispiel in Mixgetränken (ich sage nur Veilchenspritzer, mhmmmm…. <3 ) oder Cremes wie zB. für Cupcakes oder Cremetorten.

Die Farbe meines selbstgemachten Sirups ist weniger ansehnlich als erwartet – mehr ein zartes Rosa als ein leuchtendes Lila. Aber auf den Geschmack kommt es an. Und der ist einmalig. Als würde man in einen Strauß voller Veilchen beißen. Herrlich!

Der Sirup ist ganz einfach und schnell selbstgemacht. Wichtig ist, Geduld zu haben. Zuerst beim Sammeln der Blüten und dann, um den Ansatz 2-3 Tage stehen zu lassen.

In Flaschen abgefüllt kann man nach Lust und Laune den Sirup verkosten. Ich persönlich liebe Veilchenspritzer. Ein Achterl Weißwein, ein Achterl eisgekühltes Mineralwasser und 3 cl Veilchensirup. So kann der Sommer kommen.

Alles Liebe,

Verena

 

 

Veilchensirup

(ca. 10 Minuten ohne Ruhezeit)

Zutaten für 1 volle Flasche

ca. 2-3 große Hände voll frische Veilchenblüten (ungespritzt!), lieber zu viele Veilchen als zu wenig nehmen

500 g Kristallzucker

500 ml Wasser

1/2 Bio-Zitrone

Zubereitung

Die Veilchen entstielen und per Hand von Insekten und Schmutz befreien. Die Blüten nicht  waschen.

Den Zucker mit dem Wasser aufkochen und einige Minuten sieden lassen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat.

Einige Minuten abkühlen lassen.

Die Bio-Zitrone waschen und in Scheiben schneiden.

Das abgekühlte Zuckerwasser über die Veilchenblüten leeren und umrühren. Die Zitronenscheiben untermischen.

2-3 Tage im Kühlschrank zugedeckt ruhen lassen.

Den Sirup-Ansatz durch ein Geschirrtuch in einen Topf leeren. Nochmals aufkochen lassen und in eine sterilisierte Glasflasche leeren.

Zum Sterilisieren die Glasflasche am besten rund 10 Minuten bei 100 Grad in das Backrohr stellen oder mit heißem Wasser gründlich spülen.

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